China Handy Cubot Note S im Test

Ich bin ja so ein kleiner Handy-Sammler. Angefangen „damals“ mit einigen WindowsPhones, bin ich dann relativ schnell auf Android-Geräte umgestiegen, da ich als Webentwickler doch recht viele Google-Services nutze und diese entweder per App oder nativ auf dem Google-Betriebssystem unterstützt werden.

Vor einigen Wochen habe ich mein HTC One M7 verkauft und mir ein günstiges China-Smartphone, genauer gesagt das Cubot Note S gekauft. Nun kann ich doch schon einiges über das Note S sagen – vielleicht hilft es ja dem einen oder anderen.


Das Billig-China-Smartphone Cubot Note S im Test

Verarbeitung, Haptik und Optik

Auf den ersten Blick macht das Cubot Note S einen recht guten Eindruck. Ich konnte keine Spaltmaße feststellen, und es wackelt oder knackst auch nichts. Es ist ein relativ unauffälliges Smartphone und erinnert mit seinen abgerundeten Ecken optisch an die früheren Samsung-Modelle.

Das Note S liegt gut in der Hand und ist auch nicht zu schwer (187 Gramm).

Cubot Note S: Das Display

Das 5.5-Zoll Display des Note S besitzt eine Auflösung von 1280 x 720 Pixeln und ist dasmit ausreichend für alltägliche Aufgaben. Die abgerundeten Kanten des Displays (2.5D Glas) sehen und fühlen sich sehr hochwertig an. Die „Anti-Tatscher-Beschichtung“ des Displays funktioniert wirklich sehr gut – selbst ich mache kaum Fingerabdrücke.

Für meine Anforderungen reicht das Display des Note S vollkommen aus. Der 5-Punkt-Touchscreen ist auch für Schnelltipper gut geeignet und registriert alle Eingaben zuverlässig.

Cubot Note S: Geschwindigkeit/ Performance

Jetzt kommen wir zum ersten gravierenden Minuspunkt für das Note S. Die Geschwindigkeit ist absolut mies. Mit seinen nur 2GB RAM kommt das Note S sehr schnell an den Punkt, dass schon einmal 3 Sekunden zwischen dem Antippen des Icons und dem Öffnen der App liegen können.

Cubot liefert zwar die App „Cheeta Clean Master“ mit – diese hilft auch etwas – aber alles in allem macht es keinen Spaß, ständig irgendwelche Apps schließen zu müssen, um eine halbwegs vernünftige Performance zu erhalten.

Wenn man zum Beispiel HD-Videos anschauen möchte, kommt es sehr schnell zu Rucklern und dem Stillstand des Videos.

Selbst die Qualität des WLAN-Adapters lässt zu wünschen übrig. Wo ich mit meinem HTC One M7 noch sehr guten WLAN-Empfang hatte, tut sich das Note S doch schon sehr schwer.

Cubot Note S: Die Kamera

Und hier folgt gleich die nächste Schwachstelle: Die Kamera. Oder besser gesagt: Beide Kameras. Die Kamera-Qualität ist sowas von mies – das habe ich bei einem halbwegs aktuellen Smartphone noch nicht erlebt. Klar ist mir bewusst, dass  man bei einem China-Handy keine Meisterleistungen erwarten kann – und irgendwo müssen die Hersteller ja sparen. Aber dann bei der Leistung/ Performance und bei der Kamera zu sparen: Das hätte ich nicht erwartet.

Die Bilder sind sehr „schwammig“, die Farben sind absolut nicht wirklichkeitsgetreu, der Autofokus braucht sehr lange und ist selbst bei sehr ruhigen Aufnahmen noch unzuverlässig.

Wer also Wert auf eine gute Kamera bzw. auf gute Fotos legt: Finger weg vom Cubot Note S.

Hier sind ein paar Beispiel-Fotos vom Cubot Note S:

Cubot Note S: Der Akku

Hier kommt noch einmal ein Pluspunkt für das Note S. Der 4150 mAh-Akku hält selbst bei mir zwei Tage locker durch – das ist sehr anständig! Noch ein Vorteil: Der Akku lässt sich austauschen. Hier hat Cubot sehr gute Arbeit geleistet.

Cubot Note S: Ein paar Gedanken und Kleinigkeiten

Was mir am Cubot noch fehlt ist eine Status-LED. Echt schade, dass man diese nicht mit verbaut hat.

Dass das Gerät Dual-Sim-fähig ist muss ich wohl nicht erwähnen, das wird schon jeder auf Amazon herausgefunden haben. Ich hab’s nicht getestet.

LTE kann es auch nicht, brauche ich aber auch nicht.

Noch ein kleiner Pluspunkt: Der Wecker. Ich nutze mein Smartphone als Wecker, habe es also nachts neben dem Bett liegen. Bei meinem HTC One M7 habe ich immer den Flugmodus eingeschaltet, denn das One M7 konnte nicht wecken, wenn das Gerät ausgeschaltet war.

Der Wecker des Cubot Note S funktioniert auch, wenn das Smartphone ausgeschaltet ist.

Es bleibt öfter mal hängen… Ja, manchmal bleibt es im Lockscreen oder Screen-Off-Zustand hängen und lässt sich nur durch Neustart bzw. Herausnehmen des Akkus zum Leben erwecken. Das passiert mir etwa dreimal pro Woche. Sehr nervig.

Cubot Note S: Mein Fazit

Würde ich das Smartphone noch einmal kaufen? Definitiv nicht.

Da ich sehr gerne Fotos und Videos mache ist hier für mich das Cubot Note S bereits durchgefallen. Ich habe gehört, dass das Cubot Rainbow eine bessere Kamera haben soll, ich hab’s aber noch nicht testen können.

Auch die Performance des Cubot Note S ist für mich ein Grund, warum ich dieses Smartphone definitiv nicht empfehlen kann.

Also, mein Rat: Finger weg und doch etwas mehr ausgeben.

China Handy Cubot Note S im Test
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